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Die Papyrusbündelsäulen kommen am häufigsten
vor. Sie wurden
mit einigen baulichen Abänderungen in allen Epochen des Alten Ägypten
her- und meist in den Säulenhallen der Tempelanlagen aufgestellt. In der
Regel sind acht einzelne Papyruspflanzen unter ihrer noch geschlossenen
Dolde zusammengebunden dargestellt und wie hier zur Zeit Thutmosis
III., monumental in Stein umgesetzt. Jeweils drei kurze
Papyruspflanzendarstellungen füllen die entstandenen Hohlräume zwischen
den großen Papyrusstengeln. |
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In der Chronologie der Säulen folgt diese Form aus
der Zeit Amenophis' II. den obengenannten, weil die Darstellung der
kurzen Papyrusstengel nicht mehr plastisch sondern schon geglättet
wiedergegeben ist. |
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Sethos I. ließ die Papyrusbündelsäulen mit einer
geglätteten Oberfläche aufstellen, die sogenannte "abgedrehte"
Variante. Die eigentliche Darstellung der acht
gebündelten Papyruspflanzen mit ihren geschlossenen Dolden ist bei
näherem Hinsehen im erhabenen Relief zu erkennen. |
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Der Höhepunkt an wuchtiger Monumentalität ist
während der Regierungszeit Ramses' II. erreicht. Er ließ alle
Säulen seiner Säulenhalle des Karnak-Tempels
vollständig mit Inschriften, Szenen und Götterbildern verzieren.
Zwischen den eingemeißelten Inschriften und reliefierten Darstellungen deuten
erhabene Linien kaum erkennbar die Struktur einer Papyrusbündelsäule an. |
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