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| Während der Bauplanung eines
Tempels war dessen Ausrichtung zu beachten. Über riesige
Entfernungen im ganzen Land sollte der neue Tempel mit einem
älteren, zum gleichen Kult
gehörenden Tempel verbunden werden können. |
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Der Idealfall
einer Ausrichtung ist im Tempel der Hatschepsut im Tal der
Könige zu sehen, denn die Luftlinie zeigt eine Verbindung zur Hauptachse des Amun-Tempels von Karnak. |
| Die Tempelanlagen von Karnak
und Luxor waren beide dem Gott Amun gewidmet. Während der gesamten
Pharaonenzeit wurden sie niemals vollkommen fertig gestellt. Unzählige Male
ließen regierende Könige Auf-
und Umbauten, Erweiterungen und Anbauten vornehmen, aber auch Abbrucharbeiten
durchführen. |
| Die vertieft
reliefierten Darstellungen an den Innenwänden eines Tempels
beziehen sich fast ausschließlich auf kultische Handlungen, die
erhaben reliefierten Abbildungen an den Außenwänden und Pylonen
dagegen zeigen historische und kriegerische Ereignisse. |
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Das Motiv vom
Erschlagen der Feinde ist beinahe in jedem Tempel zu sehen. Ramses
II. bekämpfte beispielsweise die Hethiter, Ramses III. wehrte die
Seevölker ab und Scheschonq I. plünderte Jerusalem. |
| Zum Tempel gehörte der heilige
See, der mit Grundwasser gefüllt war. |
| Die Orientierung eines Tempels
hatte einige Anforderungen zu erfüllen. So sollte die Tempelachse
zum Nilufer hin ausgerichtet werden, damit das Sanktuar des Tempels
über eine gerade Prozessionsstrasse von der Anlegestelle aus
erreicht werden konnte. Die Tore sollten sich nach Osten öffnen
lassen, damit die Strahlen der aufgehenden Sonne ins Tempelinnere
dringen konnten. |
| Auf diese
Weise gelangen die Sonnenstrahlen zweimal im Jahr
während der Sonnenwende in das Sanktuar des großen Tempels von Abu
Simbel. |

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Treffen die Sonnenstrahlen das
Sanktuar, dann werden drei der vier an der Rückwand des
Heiligtums sitzenden
Götter für eine kurze Zeit angestrahlt. Der auf der linken Seite
sitzende Gott Ptah ist der Gott des Mondes und bleibt daher beim
Einfall der Sonnenstrahlen im Dunkeln. |
| In der ptolemäisch-römischen
Zeit überwiegt in der Tempelbauarchitektur ein neu eingeführtes
Element, der frontal geöffnete Erscheinungssaal oder Pronaos. Neu
war auch der in ptolemäischer Zeit aufblühende Tempeltyp des
Geburtshauses, das auch "Mamisi" genannt wird. |
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